Motivation
Von: Patrick Rösling | 15. 04. 2008Übersprungshandlungen sind gern gezückte Joker, um lästigem Uni-Stress vermeintlich zu »entgehen«. Eigentlich unlogisch, scheint doch die Zeit gerade am Semesterende knapp. Zudem lässt sich an drei Fingern abzählen, dass die Erfolgskurve mit der ins Studium investierten Zeit eher nach oben steigt.
[Illustration: Roland Brückner]
Woher rührt diese Unbereitschaft, mehr als nötig zu tun, obwohl es an hoch gesteckten Zielen meist nicht fehlt? In einer Vielzahl der Fälle lautet die Antwort: Motivation. Mangelt es an ihr, fehlt es analog an der nötigen Selbstdisziplin und Bereitschaft, die unliebsamen Pflichten zu erfüllen. Motivaton ist – wie der Begriff schon erahnen lässt – sozusagen der »Motor« des Fleißes. Als Antrieb oder Beweggrund für ein Verhalten wiederum bezeichnet die Psychologie das »Motiv«.
»Motor«, »Motiv« und auch »Motivation« sind Ableitungen ihres lateinischen Urahns »motivus«, was »bewegend« oder »antreibend« bedeutet. Um genügend Motivation für ein Verhalten, etwa zum Lernen, zu entwickeln, ist genügend »Treibstoff« in Form von Motiven vonnöten.
Aufs Studium projiziert ist also ein Antrieb wichtig, um die nötige Fahrt auf der Semesterzielgeraden aufzunehmen. Wie aber lässt sich Motivation entwickeln bzw. steigern, wenn man sich nicht aufraffen kann? Indem man den eigenen Schweinehund überwindet. Das sollte bestenfalls passieren, bevor sich liegen gebliebene Arbeit zu hoch auftürmt und die Leistungsbereitschaft vollends in den Keller sinkt. Der Tritt in den eigenen Hintern ist ein gutes Mittel zur Abhilfe.
Ein anderes Hindernis sind hingegen innere Blockaden, die nicht selten in Form von Versagensängsten auftauchen. Diese können mitunter den kompletten Lernapparat lahm legen, dann geht gar nichts mehr. Beratungsgespräche können helfen, schwere Blockaden aufzulösen und Klarheit darüber zu erreichen, ob der eigene Leistungs- und Erwartungsdruck zu hoch ist. Um einen positiven Effekt zu erzielen, ist eine frühzeitige Diagnose notwendig. Eine Lernblockade kurz vor der Prüfung lässt sich leider schwerlich wegzaubern.
Die Studierendenberatung der HAW Hamburg ist in diesem Zusammenhang eine hilfreiche Anlaufstelle. Eine psychologische Beratung kann kostenlos in Anspruch genommen werden.
Außerdem gibt es immer wieder Coaching-Angebote, die in Form von gezielten Einzelgesprächen oder themenspezifischen Gruppenseminaren wahrgenommen werden können.


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