HAW

Stupa verzweifelt gesucht!

Veröffentlicht am 6. September 2010

Stell dir vor, du müsstest in jedem Semester 658,80 Euro für HVV-Monatskarten zahlen… Das Semesterticket ist einer der größten Erfolge der studentischen Selbstverwaltung, deren höchstes Gremium das Studierendenparlament ist. Die für Juni 2010 geplanten Wahlen zum Studierendenparlament mussten wegen zu geringer Kandidatenzahl verschoben werden. Wozu brauchen wir überhaupt ein StuPa?

Das Studierendenparlament [StuPa], Tiger im Gremien-Dschungel der HAW, ist für viele Studenten wenig greifbar. Im Studienalltag taucht dieses Gremium so wenig auf wie die meisten anderen. Dabei tagt es während der Vorlesungszeit vierzehntägig am Berliner Tor – zuletzt im Juni 2010. Die Sitzungen sind offen für jeden Interessierten. Weil sich jedoch im Sommersemester 2010 zu wenig Kandidaten zur Wahl gestellt haben, musste der Wahlausschuss die Wahlen zum Studierendenparlament aufs Wintersemester 2010/11 verschieben. Zu den unmittelbaren Folgen gehört, dass der Allgemeine Studierenden-Ausschuss [AStA] zunächst im Amt bleibt. Gemäß der Satzung der Studierendenschaft sollte der zweiköpfige AStA-Vorstand in jedem Wintersemester neu gewählt werden.

[Fotograf: Horia Varlan | Quelle: Flickr]

»Studierendenparlament«, seien wir ehrlich, klingt nicht besonders attraktiv. Dabei ist nur wenigen Studierenden bewusst, dass das StuPa darüber abstimmt, wer im Vorstand des AStA [Allgemeiner Studierenden Ausschuss] sitzt. Außerdem kontrolliert das StuPa dessen Arbeit und wacht über den Haushalt. Die Selbstverwaltung der Studierendenschaft verfügt  immerhin über ein jährliches Haushaltsvolumen von etwa 450.000 Euro. Diese Mittel stammen vor allem aus den 18,50 Euro AStA-Anteil, der im Semesterbeitrag enthalten ist. Daraus finanzieren sich sowohl die derzeit 12 Referate des AStA als auch sämtliche Unterstützungsangebote. Beratungen zu BAföG und Studiengebühren, bei Immatrikulationsfragen oder in Sachen studentische Krankenversicherung gehören ebenso dazu wie die kostenlose Rechtsberatung oder die Unterstützung benachteiligter Studenten und Studentinnen [Beratungen im AStA].

Ergebnis des Zusammenspiels von StuPa und AStA sind darüber hinaus die Verträge mit dem HVV [Hamburger Verkehrsverbund GmbH], die jährlich in Abstimmung mit der Landes-Asten-Konferenz zum Semesterticket-Schnäppchenpreis von derzeit 144,30 Euro pro Semester für den öffentlichen Nahverkehr führen.

- keine Demokratie in der Studentischen Selbstverwaltung
- keine Kontrolle der Arbeit des AStAs
- keine Neuwahl des AStA-Vorstandes [der die Referenten im AStA einberuft] keine Bestätigung neuer AStA-Referenten
- keine Beschlussfassung über den Haushalt der Studierendenschaft

Die Amtszeit des derzeitigen StuPas endete am 31.August 2010. Nach Semesterbeginn geht die Wahl zum StuPa in die zweite Runde. Erneut wird dann der Versuch gemacht, unter 13.000 Studenten mindestens vierzehn zu finden, die bereit sind, ihre Kommilitonen zu vertreten – damit die studentische Selbstverwaltung auch in Zukunft funktioniert.

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15 Gedanken zu “Stupa verzweifelt gesucht!

  1. Naja,

    das Stupa scheint ja auch keiner zu brauchen. Warum sollte ich mich von anderen Leuten vertreten lassen, abgesehen davon , dass das Stupa seinen zweifelhaften Job ja nicht mal erledigt hat. Effektiv hat es wohl in den letzten Semestern nichts gemacht, ausser den Asta zu wählen. Also kann man es auch gleich komplett weglassen.

  2. Auch nicht besonders intelligent! Enrico, verwechsel nicht die Institution mit den Personen. Mag ja sein, dass da jetzt gerade Pfeifen das Sagen haben, aber ändert doch nichts daran, dass es im Grunde eine mächtige Instanz sein könnte. Die Studis nehmen doch alles für selbstverständlich hin und schreien erst, wenn alles zu spät ist.

    Wenn ich überleg, hast du wahrscheinlich recht. Abschaffen! Dann sehen die Studenten mal, was dann passiert.

  3. Wenngleich das StuPa gegen Ende der Amtsperiode offensichtlich schwächelt, hat es doch etwas mehr getan, als nur den AStA zu wählen. Die StuPa-Protokolle sind öffentlich und im AStA einsehbar.
    Unter anderem, (meiner Auffassung nach eine der wichtigsten Aufgaben) hat das StuPa den AStA-Haushalt genehmigt (April 2010) – nicht ohne ihn im Vorfeld angemessen zu hinterfragen und Nachbesserungen zu fordern.

    Was dabei rauskommt, wenn ein AStA -so engagiert er auch sein mag- nicht vom StuPa kontrolliert wird, hat sich in der Vergangenheit gezeigt: Drei Jahre in Folge wurden keine Haushaltsabschlüsse vorgelegt. Das wurde erst in diesem Jahr auf Druck vom Präsidium der HAW vom derzeitigen AStA (der damit gar nichts zu tun hatte, weil er noch nicht im Amt war) nachgeholt.

    Dass das StuPa ins Bewusstsein kommt, ist wichtig für jeden, dem es nicht egal ist, wie mit unserem Geld umgegangen wird.
    Danke für eure Kommentare,
    Martina

  4. frau henning, sie scheinen ja sehr hinter der arbeit des jetzigen stupa und asta zu stehen. ich frage mich jedoch ob es der objektivität einer berichterstattung dienlich ist. denn solange der asta, vorbei am stupa, astamittel zur finanzierung des infoparkour bereitstellt, und zwar in einer höhe von der andere projekte an der haw jahrzehnte finanzieren würden, erscheint mir ihre berichterstattung zu den relevanten asta und stupa themen als unkritisch, wenn nicht zum positiven gekauft. deshalb sind sie als autoren und als dieses portal nichts weiter als marionetten und clowns einer propaganda seitens des versagerastas. und weil ich weiß dass sie mein komentar nicht veröffentlichen werden, weil bisher sämtliche meiner kritischen beiträge nicht veröffentlicht wurden, kommen noch charakterlos und feige zu meiner kritik hinzu. schönen tag

  5. Dennis,

    jedes studentische Projekt wird bei Antragstellung auf finanzielle Unterstützung im AStA angehört und hat dieselben Chancen.

    Nur weil der info-parkour davon Gebrauch gemacht hat muss man ihn doch nicht unbedingt verurteilen. Oder verurteiltst Du meinen Weg – den info-parkour aufgebaut zu haben und nun im AStA-Vorstand zu sitzen, der ihn finanziert? Das StuPa hat darüber erstens ebenso entschieden und zweitens entscheiden im AStA alle Referenten und nicht ich allein. Aber das wirst Du sicher anders darstellen. Zum Glück dürfen wir unsere Meinungen frei äußern. Und zum Glück wird die Deine sogar entgegen Deiner Erwartungen “freigeschaltet”. So konnte ich lesen was Du denkst.

    Und wenn ich nicht irre, hatte man Dir sowohl im info-parkour wie auch im AStA selbst angeboten, eine kritische Serie für dieses Magazin oder für den AStA aufzusetzen. Das ist jetzt Monate her und von dem Angebot meine ich, wenn ich nicht irre in Deiner Person, hast Du keinen Gebrauch gemacht. Das fand ich schade. Umso mehr wenn ich das hier jetzt lese von Dir.

    Marc

  6. der gute dennis braucht hilfe und möchte im kinderland abgeholt werden. trotzdem danke für die veröffentlichung dieses wunderbaren kommentars!
    schönen tag

  7. da der name dennis, aus welchem grund auch immer, auch anderen säuglingen nach der geburt verliehen wurde, denke ich, dass hier eine verwechslung vorliegt. ich bin nur beobachter, mir wurde noch von keiner seite irgendetwas angeboten. weder vom asta noch vom propaganda-parkour. kotz

  8. Hallo Dennis,

    wie Du siehst, wurde Dein Kommentar veröffentlicht. Dem info-parkour Team ist ein offener Dialog in allen Bereichen sehr wichtig. Jede Meinung soll gehört werden.

    Da Dein Kommentar aber Beschuldigungen beinhaltet, laden wir Dich als info-parkour zum angesprochenen Dialog ein (öffentlich oder nicht, darfst Du entscheiden). Wir versuchen Dich seit Veröffentlichung Deines Kommentars per Email (eine gültige Email-Adresse ist für die Abgabe eines Kommentars notwendig) zu erreichen. Bisher vergeblich.

    Falls Dir ein Dialog nicht nötig zu sein scheint oder Deine Email-Adresse ungültig ist, müssen wir Deine Aussagen dementsprechend neu bewerten.

    Dieser Bereich dient ab jetzt wieder der Diskussion über das von Martina angesprochene Thema.

    Beste Grüße

    Patrick Schulz
    Herausgeber

  9. Hallo,

    es gibt auch Menschen, die gerne etwas über Funktion und Bedeutung des StuPa lesen – ebenso über den Hinweis auf die bevorstehende Wahl.

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Yvonne

    • Hallo Yvonne,
      Danke für die Rückmeldung. Wir bleiben ganz sicher an dem Thema dran und halten euch über den weiteren Verlauf informiert.

  10. Ich frage mich, wann endlich die Neuwahlen des Studierendenparlaments stattfinden. Sind die Jungs in diesem vermeintlich höchsten Gremium überhaupt aktiv am Neuwahl-organisieren? Brauchen die Hilfe? Gibt es hier News? Bad News? Berichtet ihr weiter oder lasst ihr den Faden aus der Hand? Was darf man von euch erwarten? Man hielt so Großes über euch in der OE-Woche als DAS Studentenmagazin an … ich möchte auf dem Laufenden gehalten werden. Short-News reichen mir auch!

    • Hallo Mario,
      hab etwas Geduld- auch mir liegt das Thema am Herzen und ich bin gespannt. Sobald uns gesicherte Informationen vorliegen, veröffentlichen wir sie. Zu deiner Frage, ob die Jungs und Mädels Unterstützung brauchen,frag einfach nach:
      Wahlausschuss: stupa2010@web.de
      StuPa: stupa@asta.haw-hamburg.de

  11. Am 27.9. bat die Autorin des Textes (vom 6.9.) einen Kommentator um Geduld – sobald gesicherte Infos vorliegen würden, gäbe es mehr zur StuPa-Wahl seitens der Redaktion. Zwei Wochen später frage ich darum jetzt nach, weil es mich interessiert was nun gesichert wurde an Informationen und was geschehen ist bezüglich der anstehenden Wahlen innerhalb dieser Zeit. Man hört und liest so gar nichts. Es wäre spitze, wenn ihr so ein Thema anfangt, es weiterhin begleitet, wenn es denn möglich ist. So gäbe es für mich als Leser einen Grund mehr häufiger auf die Seite zu schauen. Bisher fangt ihr “nur” immerfort neue Themen an, begleitet aber nichts im Verlauf. So als kleiner Hinweis – ich finde unabhängig davon toll das es an der HAW ein solches Magazin gibt. Lieben Gruß

    • Hallo Fabian,
      leider ist die Sache mit dem StuPa derzeit etwas komplizierter. Ohne an dieser Stelle dem Folgebeitrag (der definitiv kommt) vorzugreifen, kann festgestellt werden, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen der Wahl zurzeit geklärt werden. Um allen Institutionen, die darin involviert sind, die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, dauert es leider seine Zeit.
      Dennoch Danke für deine Rückmeldung und dein nachhaltiges Interesse!

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