Zu Beginn des Sommersemesters 2010 soll das LabyrAStA Licht in das Hochschuldickicht bringen. Strukturen klären, Verantwortlichkeiten aufzeigen, Orientierungshilfe sein und die Kommunikation erleichtern. All das hat sich der AStA als Ziel bei diesem neuen Projekt gesetzt. Ein Projekt, das so neu gar nicht ist, wie Tilmy Alazar, Referent für Hochschulpolitik, im Interview mit info-parkour.de erzählt.
Wann ist das Konzept des LabyrAStA entstanden?
Die Idee als solches gibt es schon lange. Vor fünf Wochen haben wir uns aber der Sache angenommen und die Idee in ein Konzept gegossen. Die Notwendigkeit ist uns besonders deutlich geworden, wenn wir dabei waren, in neue Strukturen hineinzukommen. Sei es der Einstieg ins Studium oder später der Beginn in der Gremienmitarbeit. Oft wären die Dinge leichter gewesen, wenn man über die Strukturen und Abläufe in der Hochschule einen Überblick gehabt hätte.
Wofür steht der Name LabyrAStA?
Wie der Name schon erahnen lässt, wollen wir Studenten und Studentinnen befähigen, aus diesem Labyrinth an der Hochschule auszubrechen und viel mehr von Zusammenarbeit und Synergien unterschiedlichster Instanzen zu profitieren.
[Tilmy Alazar | Fotografie: Katharina Anatzki, info-parkour.de]
Was genau steckt hinter dem Gesamtkonzept?
Ein Medium soll geschaffen werden, das viele unterschiedliche Qualitäten hat. Zum einen soll es ein sicheres Bewegen in der Hochschule ermöglichen. Das meint, dass man darüber aufgeklärt wird, welche Anlaufstellen für welche Belange die richtigen sind. Hier gibt es viel Unwissen, das es an der Zeit ist, beiseite zu räumen. In der Hochschule gibt es bereits Seminare, Förderungen und Einrichtungen, die eine Plattform bieten, sich selbst zu entfalten und an der ein oder anderen Stelle die heutzutage so wichtigen Soft-skills zu erwerben. An dieser Stelle könnte man als Beispiel den CareerService oder die Gründerwerkstatt anführen. Das Planen und Durchführen eigener Projekte sowie die Mitarbeit in den Hochschulgremien kann uns Studenten zu Reife außerhalb des Lehrplans führen.
Das gleiche Medium, in Form einer Broschüre oder eines Kalenders, erlaubt es aber auch, die bereits vorhandenen und für sich tätigen Einrichtungen, Projekte und Arbeitsgemeinschaften untereinander zu vernetzen. Ein Miteinander soll das Nebeneinander ersetzen.
Das LabyrAStA hat das Potenzial, auch ein neuer Kommunikationskanal zu werden. Es eröffnet neue Möglichkeiten für bestehende Einrichtungen und Projekte, sich den Lesern zu präsentieren.
Was für langfristige Vorteile ergeben sich durch ein solches Konzept?
Das LabyrAStA kann auch als Ergebnissicherung der Gremienarbeit dienen. Die Tatsache, dass dieselben Zuständigen nicht jahrelang ein und dieselbe Aufgabe übernehmen, führt leider dazu, dass Wissen und Erkenntnisse aus früherer Arbeit verloren gehen. Nachteilig ist das für die »Nachkömmlinge«, weil diese aus dem Erfahrungsschatz nur bedingt schöpfen können und sich durch das bereits erwähnte Labyrinth schlagen müssen. Das LabyrAStA gibt hier Planungssicherheit und einen Einblick in die Entscheidungsstrukturen sowie die Verantwortlichkeiten.
Wir wünschen uns auf lange Sicht, dass das LabyrAStA zum Standard wird. Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung, um einen Teil des Wissens und den Fortschritt festzuhalten und zu tradieren. Grundsätzlich macht es besonders viel Spaß zu sehen, wenn ein Projekt, das mit viel Kraft auf die Beine gestellt wurde, über längere Zeit fortbesteht. Beim LabyrAStA sehe ich viel Potenzial.
Noch ist das LabyrAStA nicht da, dennoch gab es schon die ein oder andere Reaktion auf die Idee, oder?
Ja, und die schönste Erfahrung ist, dass es viele Menschen gibt, die daran interessiert sind, dass an der Hochschule etwas passiert: die Vertreter der Gremien und der Institutionen an der Hochschule. Man rennt offene Türen ein und begegnet Begeisterung und Freude darüber, dass es endlich die Möglichkeit einer besseren Zusammenarbeit der verschiedenen Strukturen gibt. Es stößt auf eine breite Unterstützung, und das auf allen Seiten. Das ist schön! Es hat eigentlich nur an dem entscheidenden Impuls gefehlt, eine Sache in die Hand zu nehmen, von der die ganze Hochschule etwas hat und an der allseitiges Interesse besteht.
Vielen Dank für das Gespräch.
*Hinweis: Ansprechpartner zum Thema LabyrAStA sind Denise Fischer und Lea-Marike Karsten vom AStA.
Weitere Infos gibt es hier: Homepage des AStA ; Kontaktdaten des AStA